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Birnau

Basilika Birnau

Über den Weinbergen des Überlinger Sees, zwischen Überlingen und Uhldingen, erhebt sich weithin sichtbar die prächtige Marienwallfahrtskirche Birnau. Zwischen zwei Priesterhäusern ragt ein hoher Turm, ein barockes Gesamtgebilde in Rosa und Weiß, das gern mit einem auffliegenden Schwan verglichen wird.


Bilder der Wallfahrtskirche Birnau

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Die Birnau

Erbaut wurde die Kirche im Auftrag der Zisterzienser von Salem in den Jahren 1746 bis 1750 vom Vorarlberger Peter Thump, nachdem die ursprüngliche, etwa 3 Kilometer entfernt gelegene Marienkapelle aus dem 13. Jahrhundert mit wundertätiger Marienstatue den Ansturm der Wallfahrer nicht mehr fassen konnte.

Nach dem Ende des 30jährigen Krieges (1618 bis 1648) erfolgte ein enormer Aufschwung des Baugewerbes. Es galt, die zerstörten Kirchen und Residenzen zu erneuern und dabei den Repräsentationswillen der konkurrierenden regionalen Herrscher im politisch zersplitterten Schwaben zu erfüllen.

Das handwerkliche Geschick von Baumeistern, Maurern, Zimmerleuten, Stuckateuren und Freskenmalern, teilweise in Baugenossenschaften zusammengeschlossen, bildete die Grundlage für die Erneuerung der christlichen Kunst im Zuge der Gegenreformation. In der Bauweise des Barock wurden das Prinzip des Illusionismus und die Emanzipation der Dekoration in eine überbordende Form gebracht.

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Die Basilika Birnau gilt als Höhepunkt des oberschwäbischen Barock. Der Innenraum wurde im ornamentalen Stil des Rokoko ausgestaltet und wirkt auch heute noch überwältigend – ein Effekt, der den Gläubigen die Größe Gottes demonstrieren sollte, die plastische Darstellung eines prächtigen himmlischen Jenseits. Der bühnenhafte Aufbau des Chor- und Altarraums war bestens geeignet für theatralische Inszenierungen innerhalb der katholischen Liturgie des Barock und diente tatsächlich auch als Spielstätte für geistliche Stücke.

Zentral ist die Verehrung der Jungfrau Maria in den Bildwerken der Basilika, beginnend beim Altar mit Marienstatue über malerische Darstellungen im Chorraum bis zum Deckenfresko im Langhaus, optisch verbunden durch ein leuchtendes Blau, der Farbe Mariens. Ausgestattet mit zahlreichen ikonographischen Zeichen und Formen laden die teils allegorischen Darstellungen mit ihren theologischen Bezügen zur Deutung ein.

Weitere Bildmotive ergeben sich aus Tradition und Selbstverständnis des Ordens der Zisterzienser, des Salemer Klosters und der Erbauungsgeschichte der Basilika.

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Einmalig sind die zehn Uhren der Birnau: drei Sonnenuhren am Priesterhaus, vier Turmuhren in alle Himmelsrichtungen und drei in der Kirche selbst, von denen vor allem die Monduhr fasziniert. Die Königin der Nacht zeigt mit einem Stab den Tag des Mondlaufes an, während die Kugel die Mondphasen verdeutlicht. Betrieben werden diese sieben Uhren durch das älteste heute noch funktionierende mechanische Uhrwerk in Deutschland.

Nach der Aufhebung des Klosters Salem 1803 wurde auch Birnau als Wallfahrt geschlossen und 111 Jahre lang als Lagerhalle für Wein, Obst und Gemüse verwendet. Seit 1919 gehört die Wallfahrtskirche St. Maria zum vorarlbergischen Zisterzienser-Kloster Mehrerau.

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Heute ist die Basilika Birnau nach wie vor ein beliebter Wallfahrtsort und fester Bestandteil des kirchlichen Lebens in der Region. Neben regelmäßigen Gottesdiensten und Andachten werden jährlich 18 offizielle Wallfahrten angeboten, darunter Kinder- und Familienwallfahrten. Auch Heiraten und Ehejubiläen können gefeiert werden (eventuell lange Anmeldezeiten!).


Öffnungszeiten der Basilika Birnau

Sommer: 7.30 bis 19 Uhr
Winter: 7.30 bis 17.30 Uhr

Allgemeine kostenlose Führung: Jeden Donnerstag 15 Uhr (Mai bis September, außer an Wallfahrts- und Feiertagen)

Aktuelle Informationen über Führungen für Gruppen finden Sie auf der offiziellen Website.

Öffnungszeiten der Klosterpforte
Werktags 9 bis 11.30 Uhr und 14.30 bis 17 Uhr

Der Klosterladen bietet sakrale Kunstgegenstände, Devotionalien, Skulpturen, Bücher, CDs und vieles mehr, auch kleine Geschenke und Mitbringsel. Im Winter nur sonntags geöffnet, ansonsten täglich 9 bis 18 Uhr.

Der Kiosk gleich neben der Basilika lädt bei wunderbarer Aussicht über den Überlinger See zu Kaffee und Kuchen oder einem Glas Wein. Geöffnet Frühjahr bis Herbst täglich 9 bis 18 Uhr, im Winter geschlossen.

Die Birnauer Kantorei veranstaltet regelmäßig Konzerte.


Gottesdienste in der Birnau

Sonn- und Feiertage
7.30 Uhr Frühmesse
9 Uhr Hl. Messe (nur im Sommerhalbjahr von Ostern bis Ende Oktober)
10.45 Uhr Feierliches Amt

Werktags
8 Uhr Hl. Messe

Die Basilika kann aus denkmalpflegerischen und umwelttechnischen Gründen leider nicht geheizt werden. Warme Kleidung wird deshalb empfohlen.

Weitere Informationen auf der Homepage der Birnau.

www.birnau.de


Wir wünschen Ihnen entspannte Ferien am Bodensee.
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